Heiße Liebe zum Dessert

Das neue Jahr beginnt sogleich mit einem neuen Buch. Lange schon fristet es sein Dasein in meinem Regal und obwohl ich mir schon fast sicher war, es nie zu lesen, habe ich es nicht bei meiner riesen Aussortieraktion weggeworfen.
Nun hat eine demokratische, sogar beschlussfähige Zweidrittel-Mehrheit bestehend aus meinem Freund und einer Freundin beschlossen, dass dies meine aktuelle Lektüre sein solle. Zur Auswahl standen Sealed with a Kiss von Carly Phillips und eben Heiße Liebe zum Dessert von Jennifer Crusie und Bob Mayer. Mein Favorit war ersteres, meine Freundin sagte ohne Umschweife „Heiße Liebe!“, und mein Freund meinte: „Heiße Liebe zum Dessert ist der dümmere Titel, nimm das.“. Und so begann ich am Mittwoch das Buch zu lesen.
Fertig bin ich noch nicht (bin auf Seite 212, was einem Fortschritt von rund 44,4% entspricht), aber meine Meinung kann ich ja trotzdem schonmal kundtun.
Das Buch ist nicht schlecht. Zumindest nicht so, dass ich es nach kurzer Zeit wieder aus der Hand gelegt hätte und gedacht hätte: „Zeitverschwendung.“. Es ist wahrlich keine hohe Kunst, an manchen Stellen frage ich mich, ob das auch im Original so dumm klänge oder ob es an einer schlechten Übersetzung liegt (zeitweise finde ich es etwas holprig), aber immerhin will ich wissen, wie es weiter geht.
Ich möchte wissen, ob die Hochzeit am Ende stattfindet (okay, das ist eigentlich keine Frage, bei so einem Buch muss die Hochzeit stattfinden; falls nicht, wäre ich sehr positiv überrascht) und ob es tatsächlich eine Flamingohochzeit wird. Ich möchte wissen, ob sich meine Theorie vom lebendigen, irren, 25 Jahre im Atomschutzbunker versteckten Paten bestätigt oder ob sie doch nur seine Leiche finden (oder nichts). Und ich möchte wissen, was Agnes morgen zum Frühstück macht!
Himmel. Wenn das Buch auch sonst nicht besonders doll ist, so macht es Lust auf opulentes Frühstück. In meinem Falle hieße das schon überhaupt etwas zu essen, dass dieser Bezeichnung würdig ist – eine Scheibe Toast ist das meiner Ansicht nach nicht.
Aber wenn ich so des Nachts ins Bettchen gekuschelt lese, wie Agnes Würstchen und Omelette zum Frühstück bereitet, wie die Butter in der Pfanne langsam zergeht und sich ihr Duft ausbreitet, mit dem würzigen Geruch der Würstchen vermischt und das Omelette so fluffig ist, dass es auf der Zunge zergeht, ja, da bekomm‘ ich Lust, sowas auch zu machen.
Und so dachte ich mir Mittwoch: Hey, du hast noch Würstchen! Morgen gibt es zum Frühstück Würstchen und Omelette!
Und ich habe es getan! In Ermangelung von Paprika gab es zwar nicht das beschriebene Paprika-Käse-Omelette, sondern „nur“ Rührei, aber was soll’s? Es war göttlich. Schnell zubereitet und lecker – was will man mehr? Und das bei meiner Wenigkeit, die sich manchmal die eine Scheibe Toast reinquälen muss, weil sie früh einfach keinen Hunger hat.
Nun habe ich gestern abend (naja, eher heute ganz früh) weiter gelesen und durfte am nächste Frühstück von Agnes teil haben. Pfannkuchen.
Mein Gedanke: Du hast Karamellsirup und in einem Kochbuch ist ein Rezept für amerikanische Pancakes. Morgen gibt es Pancakes zum Frühstück!
Und wieder stand ich zu meinem Wort und habe Pancakes gemacht. Der Clou hier: Der Teig muss nach dem Zusammenrühren ein bisschen ruhen. Perfekt, um in der Zwischenzeit zu duschen. Auch gehen sie schnell von der Hand. Je nachdem für wie viele Leute man die Pancakes macht, würde ich sagen 15 – 20 Minuten plus etwa 15 Minuten Ruhezeit für den Teig. Und dazu dann ein schöner Milchkaffee. So kann der Tag beginnen. Da stört nicht mal der deprimierende Blick aus dem Fenster.
Also allein dafür lohnt es sich bereits, dieses Buch zu lesen.
Ich bin gespannt, was es als nächstes zum Frühstück gibt und ob ich wieder Lust zum Nachkochen habe (und zufällig wieder alle nötigen Zutaten im Haus).

Yours, Aly <3

[Rezept] Beeren unter Maiskruste & Himbeer-Shake

Heute war mal ein schöner Tag.
Ausnahmsweise hat mal alles geklappt:
Java-Programm hab ich ohne große Schwierigkeiten heute Vormittag fertig gemacht und es lief! Es hat einfach funktioniert. Ich war im 7. Himmel.
Meine Douglas Box of Beauty kam heute pünktlich bei mir an und enthielt alles, was ich mir ausgesucht hatte.
Und das beste heute Vormittag: Ich hab meinen verloren geglaubten Zweitschlüssel wiedergefunden.
Am Nachmittag ging es genauso toll weiter.
Java-Programm wurde anstandslos abgenommen und das neue UML-Diagramm haben mein Partner und ich auch noch fertig bekommen.
Ich konnte mich dann nicht mal am dazu bringen am Wetter rumzunörgeln, dass sich, als ich auf dem Heimweg war (natürlich ohne Regenschirm), dazu entschieden hat eklig zu werden. Nein, ich bin dann sogar nochmal im Regen (dieses Mal absichtlich ohne Schirm) zum Supermarkt um die Ecke um etwas Hübsches zum Nachtisch heute abend zu suchen.
Einen genauen Plan hatte ich nicht. Vielleicht was mit Obst. Beeren unter Maiskruste geisterte schon irgendwo in meinem Kopf herum. Und dazu…Pudding? Also ab mit den Tiefkühlhimbeeren und dem Pudding in den Einkaufsbeutel und damit ihr auch was davon habt, hier das Rezept für:

Beeren unter Maiskruste

Zutaten:

  • 300g gemischte Sommerbeeren (TK oder frisch)
  • 2 EL Vollrohrzucker
  • 60g Maisgrieß
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Butter
  • 50ml Milch
  • 1 großer EL flüssigen Honig
  • 1 EL Zitronensaft

Zubereitung:

  • Beeren in gefetteter, ofenfester Form verteilen und mit dem Zucker bestreuen
  • Maisgrieß, Backpulver und Salz verrühren
  • Milch dazugeben und auf den Beeren verteilen
  • ggf. Honig in einem kleinen Topf verflüssigen (oder in einer Tasse kurz bei hoher Stufe in die Mikrowelle)
  • Butter schmelzen
  • Honig mit der flüssigen Butter und dem Zitronensaft verrühren und darüber träufeln
  • bei 200°C für 10-20 Minuten in den Ofen

Wer das Kompott noch ein bisschen extravaganter gestalten möchte, serviert das Ganze mit einer Kugel Vanilleeis. Oder mit Vanillepudding (Schoko ist nicht ganz so lecker dazu).

Da ich noch Himbeeren übrig hatte habe ich damit noch einen Himbeer-Joghurt-Shake gemacht. Sehr simpel und sehr lecker (besonders, wenn dann mal richtig Sommer wird).

Himbeer-Joghurt-Shake

Zutaten (für ca. 0,5l)

  • 200 g TK-Himbeeren (angetaut)
  • 1 Becher Naturjoghurt (150 g)
  • Milch
  • außerdem: Pürierstab

Zubereitung:

  • Himbeeren und Milch in ein Gefäß geben und gut pürieren
  • Joghurt zugeben und nochmals kurz pürieren

 Musikempfehlung: etwas ruhigeres. z.B. Poets of the Fall

Viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit!

Yours, Aly

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[Rezept] Schoko-Kirsch-Muffins


So meine Lieben. Heute kommt wie versprochen das erste von hoffentlich vielen Rezepten :)
Bis jetzt sind das definitiv meine Lieblings-Muffins (man weiß ja nie, auf was für Rezepte man noch so stößt). Ich liebe Kirschen und Schokolade, was ist also näherliegend als Schoko-Kirsch-Muffins zu meinen Lieblingen zu erklären?
Ein paar Sachen noch vorweg.Nicht jeder hat ein Muffinblech oder einzelne Silikonförmchen daheim. Wenn man auf „perfekte“ Form verzichten kann, ist das nicht weiter schlimm. Mich hat es immer gestört, dass die Muffins so auseinanderlaufen, wenn man sie nur in den Papierförmchen bäckt. Vor 3 Jahren hab ich dann ein Silikon-Muffin-Blech geschenkt bekommen und ich möchte es nicht mehr missen. Gerade für Muffins mit größerem Obst drin (wie Kirschen) würde ich immer ein Blech empfehlen, da das Obst doch ein nicht zu vernachlässigendes Gewicht mitbringt und gerne aus den Förmchen purzelt, wenn sie nicht genügend stützen.
Ob nun ein starres Blech oder das flexiblere Silikon besser ist, ist wohl Geschmackssache. Ich mag Silikonbackformen allgemein sehr gerne. Mein Silikonblech ist von Lurch. Die sind recht teuer, aber über die Qualität kann ich nicht klagen. Nach 3 Jahren, in denen ich häufig Muffins gemacht habe, hat es noch keinerlei Mängel. Seit neustem habe ich auch einzelne Silikonförmchen. Die habe ich für ca. €5,- bei Xenos gekauft. (Heute habe ich sie zum ersten Mal ohne extra Papierförmchen drin benutzt. Mal schauen, ob sich die Muffins ordentlich raus machen lassen.) Platzsparender sind Einzelförmchen auf jeden Fall (Hauptgrund, warum ich kein 2. Blech gekauft habe), die Form behalten die Muffins beim Backen auch.
Zum Rezept. Das Rezept ist etwas vom Originalrezept abgewandelt. Das verlangt u.a. eine Sahnehaube, die ich gerne weglasse, da die Dinger so schon süß genug sind. Ich mache lieber mehr Schokolade rein. Dafür nehme ich am liebsten die Vollmilch- oder Zartbitterschokolade von Lidl. Sowas wie Milka würde ich nicht unbedingt empfehlen. Mit weißer Schokolade ist es auch toll. Schokotropfen, wie man sie bei den Backzutaten findet, eignen sich auch sehr gut.
Zu guter Letzt: Mit Schokoglasur sind die Muffins die maximale Verführung für jeden Schokoliebhaber.
Und nun zum Rezept :)

Zutaten (für 12 – 16 Stück):

  • 1 Glas Sauerkirschen
  • 250 g Mehl
  • 2 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 2 EL Kakaopulver
  • 1 Tafel Schokolade (alternativ 70 – 100 g fertige Schokostückchen)
  • 1 Ei
  • 140 g Zucker
  • 80 ml Pflanzenöl (alternativ 125 g weiche Butter/Margarine)
  • 250 ml Buttermilch
  • außerdem: 2 Rührschüsseln (eine davon sollte groß sein), Schneebesen, Kochlöffel, Muffinblech oder einzelne Silikonförmchen, evtl. Papierförmchen

Zubereitung:

  • Kirschen gut abtropfen, Saft auffangen
  • Backofen auf 175°C vorheizen (ich mach das meistens nicht, weil ich es für Energieverschwendung halte und verlängere stattdessen die Backzeit um ca.5 Minuten)
  • Vertiefungen des Muffinblechs einfetten oder Papierförmchen hineinsetzen
  • Schokolade hacken (nicht zu fein, wir wollen ja noch was von den Schokostücken schmecken)
  • in der kleineren Schüssel Mehl mit Backpulver, Natron und Kakaopulver sorgfältig mischen
  • Schokolade hinzufügen
  • in der großen Schüssel Ei und Zucker mit dem Schneebesen etwas schaumig schlagen
  • Öl und Buttermilch hinzufügen und gut durchrühren
  • nach und nach die Mehlmischung zugeben und nur so lange rühren, bis alle Zutaten feucht sind
  • Kirschen vorsichtig mit dem Kochlöffel unterheben (meine Erfahrung hat gezeigt, dass das mit einem Löffel besser geht als mit dem Schneebesen)
  • wenn ihr wollt, noch einen Schuss vom aufgefangenen Kirschsaft in den Teig einrühren
  • Teig in die Förmchen/Vertiefungen füllen (geht am besten mit einem Ess- und einem Teelöffel)
  • auf mittlerer Schiene im Ofen etwa 25 Minuten backen
  • die Muffins nach dem Backen noch etwa 10 Minuten im Blech ruhen lassen und dann herausnehmen

Musikempfehlung: Celldweller

So. Viel Spaß euch beim Nachbacken und guten Appetit!

Yours, Aly

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Was unterm Strich übrigbleibt.
Beitrag zur Debatte um die grauenhafte Bildungspolitik (Plakat bei der Demo in Dresden):

BILD
– ung
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Was bleibt

Fand ich irgendwie passend. Hege eh eine sehr große Sympathie für die BILD.

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Nachtrag, 11. 05. 2012
Die einzelnen Silikonförmchen sind wirklich super. Muffins lassen sich problemlos aus ihnen lösen. Sogar wesentlich leichter als aus den Papierdingern.

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