Kleine Geschenkidee für zwischendurch

Viele von euch da draußen haben ja ihren eigenen Blog und lassen die große, weite Welt an ihrem Leben teil haben. Aber wie sieht es eigentlich mit der eigenen Familie aus? Insbesondere dann, wenn man nicht mehr daheim bei ihnen wohnt? Lesen sie euren Blog? Ich weiß, dass meine Mama ab und an vorbei schaut, aber das wäre auch nicht unbedingt nötig, denn meine Eltern spamme ich regelmäßig via Whatsapp mit Fotos und Neuigkeiten zu. Was aber ist mit denen, die kein Internet haben? Kein Smartphone, auf das ich in sekundenschnelle ein Foto von meinem neusten DIY-Projekt schicken kann? Natürlich, ich telefoniere mit ihnen. Aber manchmal habe ich dazu einfach keine Lust oder vergesse es schlicht tagsüber und stelle dann abends fest, dass es zu spät ist, meine Tante anzurufen. Und Bilder kann man während eines Telefongesprächs auch nicht austauschen.
So kam es denn, dass ich mich, treulose Tomate, wie ich manchmal bin (oder einfach nur schüsselig), seit einem Monat nicht mehr bei besagter Tante gemeldet hatte. Ziemlich mies. Aber ich war zum Teil so mit meinen Bastelarbeiten beschäftigt, dass ich einfach nicht daran gedacht habe. Und schwupps! Wieder ein Tag, eine Woche rum.
Ich überlegte nun, wie ich das wieder ausbügeln kann und wollte ihr eine kleine Freude machen. Ich weiß, dass sie sehr gerne Post bekommt. Allerdings wollte ich nicht einfach nur einen Brief schreiben, sondern auch Fotos mitschicken, die zeigen sollten, was mich den letzten Monat über davon abgehalten hat, zum Telefon zu greifen und anzurufen.
Da es mir eher langweilig erschien, die Fotos einfach mit in dem Umschlag zu stecken, entschied ich mich dazu, ein kleines Fotoalbum zu machen. Das Fotoalbum ist so eine Art Offline-Blog des letzten Monats geworden (ihr kennt das, was drin ist also alle schon).
Vielleicht ist das ja auch eine Idee für euch?

Was ihr braucht:

  • ein kleines Fotoalbum (z.B. Einsteckalbum 10×15, 36 Bilder, von dm für € 1,35)
  • Fotos (maximal halb so viele, wie in das Album passen)
  • hübsches Druckerpapier
  • Geschenkpapier und evtl. Sticker
  • ein bisschen Zeit und Muse (und Muße)

Je nachdem wie schnell ihr euch für Fotos entscheiden und Texte schreiben könnt, geht es schnell oder nimmt schon ein bisschen Zeit in Anspruch.
Zunächst müsst ihr natürlich die Fotos aussuchen. Ich empfehle, nur Bilder zu einem bestimmten Thema zu wählen (in meinem Falle DIY), aber das ist natürlich Geschmackssache. Ich finde es schöner, wenn das Album einheitlich ist.
Die Bilder werden nun so in das Album sortiert, dass die erste Seite frei bleibt und ihr dann auf einer Doppelseite ein Bild und eine freie Tasche habt (ich habe es so gemacht, dass links das Bild ist und rechts Platz für den Text). Zu jedem Bild soll der Beschenkte ja auch eine Beschreibung bekommen, was er sich da anguckt, wie ihr das gemacht habt oder warum ihr das Foto ausgewählt habt. Ich habe diese Bildbeschreibungen am Computer verfasst, aber man kann sie natürlich auch mit der Hand schreiben. Das ist natürlich persönlicher, aber ich habe mein Augenmerk hier eher auf gute Lesbarkeit und Einheitlichkeit gelegt. Man sollte immerhin nicht vergessen, dass 10 cm x 5 cm nicht so viel Platz bieten, wie man vielleicht denkt. Da ich jedwederes Herausnehmen von Foto oder Text vermeiden wollte, habe ich meine Texte also mit dem Computer geschrieben. Dazu habe ich mir in Word entsprechend viele Textfelder in Größe 10 cm x 5 cm gemacht und fleißig getippt. Vergesst nicht, auch einen kleinen Einleitungstext zu schreiben, der dem Beschenkten sagt, was er da vor sich hat. Ausgedruckt habe ich meine Bildbeschreibungen nicht auf normalem, weißen Druckerpapier (geht auch, ist aber längst nicht so hübsch), sondern auf leicht marmoriertem, etwas stärkerem Papier in verschiedenen Farben. Ich bevorzuge eher pastellige Töne für solche Sachen als das kräftige, bunte Druckerpapier; das ist mir meist zu knallig und auf den dunkleren Farben kann man schwarzen Text nicht mehr ordentlich lesen. Dank Papierschneidemaschine für den Hausgebrauch war das Ausschneiden ein Klacks.
Nachdem dann alle Texte den entsprechenden Fotos zugeordnet sind, geht es ans Verpacken. Ich habe mir beim dm als ich das Fotoalbum gekauft habe, auch gleich einen Bogen Geschenkpapier mitgenommen (nicht, dass ich zu Hause nicht genug Papier hätte, ich mag das Muster reinfach so gerne), in dem ich das Album einwickeln wollte. Auf Schleifenband habe ich bei der Verpackung verzichtet, da ich das Album per Post verschickt habe und es dabei nur platt gedrückt worden wäre. Stattdessen habe ich ein paar Sticker zum Verzieren genommen.
Dann kann das Fotoalbum auch schon auf die Reise zu einem lieben Menschen gehen.

Ich finde es eine sehr schöne Idee, um seinen Familienmitgliedern, bei denen man sich nicht fast täglich meldet, zu zeigen, dass man trotzdem an sie denkt.
Ich frage mich jetzt, ob es schon bei meiner Tante angekommen ist und ob sie sich gefreut hat.

In diesem Sinne: Zeigt eurer Familie und euren Freunden in der Ferne, dass ihr an sie denkt!

Yours, Aly <3