Abnehmen

Beim Surfen auf Beauty-Blogs und bei essence sehe ich immer wieder Beiträge zum Abnehmen, Diäten und Co. Kg.
Ich finde zwar auch erschreckend, dass anscheinend das Gewicht bei so vielen Mädels geradezu Angstzustände auslöst, aber noch viel schlimmer finde ich, dass offenbar die meisten glauben, es sei damit erledigt Kalorien zu zählen.
Ich möchte schreien, wenn ich sowas lese.
Und bei einigen kann man ganz klar sagen: Mädels, ihr übertreibt. Eure Figur ist völlig normal, das Gewicht ist im Rahmen – lernt also bitteschön mal, euch zu mögen!
Noch schlimmer sind dann Ausrufe wie: Zur Hülf! Ich muss in 14 Tagen in das und das reinpassen und soundsoviel abnehmen!
Mein Tipp: Kauft doch mal die Klamotten in eurer Kleidergröße! Ja, ich weiß, ist manchmal gar nicht so leicht, weil die normalen Durchschnittskleidergrößen, also sagen wir mal 36/38/40, bei H&M ständig ausverkauft sind und nur noch 32/34 oder 44 auf dem Ständer hängen. Insbesondere bei dem stylischen Teil, das man gerne hätte. Dann denkt man sich: Liebe Kleiderindustrie, bitte mach doch mehr Klamotten für Frauen, die tatsächlich sowas wie eine Figur mit Titten und Arsch (uuups! sorry) haben! oder alternativ: Lieber H&M hier bei mir, lass‘ dir mehr davon liefern! Geht mir ständig so. Tut mir Leid, dass ich tatsächlich eine schöne frauliche Figur mit Rundungen an den richtigen Stellen habe! EHRLICH! Aber das ist ja kein Problem, das ich zu lösen habe, sondern der Anbieter.
Mal abgesehen davon, dass o.g. Ausrufe immer, IMMER! ungesunde Konsequenzen haben. Mein Tipp für alle, die sich bei obigem Ausruf angesprochen fühlen:
Hört einfach auf zu essen! Wer nicht isst, nimmt keine Kalorien zu sich und demzufolge auch nicht zu. Wow. Einfach, oder?
Für alle anderen, die sich auch um ihre Gesundheit kümmern und abnehmen wollen und gerade meinen Post lesen, empfehle ich genau jetzt aufzustehen und

  • alles an fettigem Süßkram, das ihr in eurer näheren Umgebung finden könnt, entweder draußen auf der Straße an Passanten zu verteilen oder für die Schulklasse morgen einzupacken oder schlimmstenfalls wegzuwerfen (aber dafür ist es zu Schade, irgendwer anders freut sich bestimmt) – schafft es jedenfalls irgendwo hin, wo es nicht nur aus den Augen, sondern auch aus dem Sinn ist
  • danach schaltet ihr den Computer aus, schnappt euch das Fahrrad/Inliner/wasauchimmer und geht raus und bewegt euch (keine Ausreden bez. des Wetters bitte, es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung!) und ihr kommt erst wieder rein, wenn ihr eine halbe Stunde draußen ward und euch bewegt habt

Und das macht ihr jetzt am besten jeden Tag (das Bewegen, die Süßigkeiten sollten ja jetzt weg sein). Dazu achtet ihr ein bisschen darauf, dass ihr nicht jeden Tag Schnitzel esst (ist sogar auch noch besser für die Umwelt!) und dass ihr nicht zu viel esst (keinen Nachschlag mehr! besonders beim Dessert!). Wenn ihr etwas süßes essen wollt, esst Obst und auch ab und an mal Schokolade oder so. Und trotz allem und vor allem: Genießt euer Essen! Essen ist schön und macht Spaß. Nehmt euch Zeit für die Zubereitung und für das Essen an sich. Kein Fast Food mehr (im doppelten Sinne).
Das geht vielleicht nicht so schnell, ist dafür aber gesünder und macht auf jeden Fall mehr Spaß.

Yours,
Aly

P.S. Ja, ich weiß, die Ratschläge habt ihr bestimmt schon tausendmal gehört, aber ich musste jetzt für meinen persönlichen Seelenfrieden und meine Psychohygiene Dampf ablassen…

Selbstversuche (und animierte *.gif’s)

Unter den Themenvorschlägen für meinen Blog fand sich irgendwo auch ein Beitrag zu Selbstversuchen. So etwas wie: 1 Woche Vegetarier o.ä. .
Ich bin nicht dadurch darauf gekommen, mal ein paar Selbstversuche zu wagen, sondern dadurch motiviert, mal darüber zu berichten.
Süß fand ich besonders den o.g. Vorschlag. Ich weiß, das kann ja keiner von euch wissen, weil ich das noch nicht kund getan hab, aber ich bin schon aus Überzeugung 90%-iger Vegetarier ^^. Klingt komisch, ich weiß. Falls ihr Interesse an näherer Ausführung zu meinem überzeugten Nicht-Ganz-Vegetarismus habt, lasst es mich wissen, dann erläutere ich das ausführlicher.
Immerhin soll heute um Selbstversuche gehen, die nicht seit 4 Jahren problemlos klappen.

Selbstversuch 1 – Weniger Salz
Wir essen zu salzig. Das sollte wohl allgemein bekannt sein.
Das Essen wird beim Kochen gut mit Salz bestreut, aber auf dem Teller ist es uns dann doch noch zu wenig und wir salzen gehörig nach. Von Salzbomben wie Kartoffelchips will ich gar nicht erst anfangen.
Vor einiger Zeit habe ich eine interessante Dokumentation zu Zivilisationskrankheiten & Co. gesehen und dort wurde das auch aufgegriffen. Es wurde gut erklärt, wie es kommt, dass wir immer mehr salzen, obwohl wir uns gar nicht mehr unterversorgen können.
Ur-Instinkte besiegen uns immer wieder.
Also dachte ich mir: Ich versuche jetzt mal, mein Essen nicht mehr nachzusalzen. Gar nicht salzen ist ja auch nicht gut. Immerhin ist Salz notwendig und ganz ohne schmeckt nun mal nichts richtig. Jeder, der schon mal vergessen hat, Salz an das Kochwasser für Nudeln zu machen, weiß, wovon ich rede.
Ich salze nun also nur noch beim Kochen. Ganz normal, nicht mehr, als ich es sonst getan habe.
Es ist am Anfang zunächst komisch. Die Sachen schmecken etwas fad. Es ist schwierig, dem Drang den Salzstreuer zu holen und nachzusalzen, nicht nachzugeben, wenn das Essen ein bisschen fad schmeckt. Man hat es ja schließlich immer so gemacht. Alte Gewohnheiten sterben langsam. Und wenn ich für eins nie zu faul war, dann vom Essenstisch nochmal in die Küche zu gehen und den Salzstreuer zu holen.
Aber es ist zu schaffen. Der innere Schweinehund ist zwar ein harter Gegner, aber ich hab ihn bis jetzt bezwungen. Und es wird leichter, je länger man es durchhält. Das Essen schmeckt dann nämlich nach kurzer Zeit wieder genauso gut wie immer, hat man sich erstmal an die geringere Salzmenge gewöhnt.
Ich weiß nicht, ob es zukunftstechnisch etwas bringen wird, aber schlechter macht es mein Leben auf keinen Fall. Wahrscheinlich senke ich jetzt das Risiko, eine Infarkt zu erleiden, nur um es dann durch meinen Beruf wieder zu erhöhen und am Ende bei +/-0 zu landen. Naja, Auch gut ^^.
Von Kartoffelchips werde ich wohl trotzdem nicht loskommen. Aber da ich, zumindest auf’s Jahr gerechnet, nicht mehr als eine Tüte pro Monat esse, ist das wahrscheinlich nicht so tragisch.

Selbstversuch 2 – Weniger Haare waschen
Ich hab meine Haare noch nie täglich gewaschen, so viel sei vorweg gesagt. Zwei Tage haben sie immer gut durchgehalten und zu faul war ich eh (besonders je länger die Haare wurden), ich schlaf lieber ’ne halbe Stunde länger.
Nun ja. Sie sind jetzt eben schon ziemlich lang und ich möchte sie noch länger haben. Also sucht Frau natürlich nach Wegen, die Haare weniger zu strapazieren.
Da meine heiße Phase mit dem Glätteisen und sonstigen Stylingtools grad etwas abgekühlt ist und den Haaren von der Seite keine Gefahr droht, versuche ich nun also die Belastung durch Waschen und Föhnen zu reduzieren. Das Föhnen mal wegzulassen ist ja im Sommer wahrlich nicht das Problem und sogar angenehm bei 30°C im Schatten.
Der erste Schritt dieses Selbstversuchs ist nun das Waschen auf jeden dritten Tag zu verzögern.
Das ist am Anfang echt komisch. Wenn die Kopfhaut es gewöhnt ist, jeden zweiten Tag sauber geschrubbelt zu werden, dann sehen die Haare am dritten Tag ohne Haare waschen anfangs ziemlich eklig aus. Gott sei Dank kann man das ab einer gewissen Länge durch Zopf & Co. etwas verstecken. Ich muss aber sagen, dass sich mein Kopf recht schnell daran zu gewöhnen scheint. Und das im Sommer! Wo man doch so viel schwitzt und alles. Am Tag nach dem Waschen sind sie jetzt bei mir genau so, wie sonst nur an dem Tag, an dem ich gewaschen hab. Sonst war der Ansatz immer schon ein bisschen fettig. So sind sie jetzt erst am zweiten Tag, an dem ich normalerweise immer schon gewaschen hab.
Spart also zumindest schonmal Zeit, Geld, Wasser und Strom.
Was es in der Zukunft meinen Haaren bringt, wird sich zeigen.

Hach, und das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen:

Eigentlich hab ich nach einem netten Gif zum Haare waschen gesucht (wobei man dann auch auf sowas stößt: Look at his hair!. Naja. Chibichibi ist auch süß :P

Yours, Aly

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