SPIEL 2013


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Zwei Wochen ist es nun her, dass mein Freund und ich uns in die zweite Völkerschlacht stürzten: die SPIEL 2013 in Essen. Und ja, Völkerschlacht trifft es extrem gut; viele, viele Leute und das ganze aus vielen, vielen Nationen.
Los ging es am Freitag, 25. Oktober um 8:30 Uhr. Das Wetter war hübsch und die Autobahn halbwegs leer, sodass wir zügig voran kamen und etwa 13:30 Uhr bei unserem Hotel ankamen. Da die Zimmer noch nicht bezugsfertig waren, probierten wir schon einmal den Weg zur Messe aus. Unheimlich toll. Nur eine knappe halbe Stunde Fußweg durch eine malerische Waldumgebung zum Messegelände. Das hätte ich hier in Leipzig auch gerne. Es ist immer so nervig, sich entweder in gnadenlos überfüllte Bahnen zu quetschen oder am Ende des Tages mit dem Auto im Stau zu stehen. Sowas wie in Essen lob ich mir da doch. Und nach der langen Autofahrt war es auch sehr angenehm, sich etwas ausgiebiger die Beine zu vertreten.
Zurück im Hotel, konnten wir unsere Zimmer beziehen. Das Hotel hatte einen sehr interessanten Aufbau. Zunächst etwas verwirrend und im Nachhinein toll, weil man für Zimmernummer 5xy nicht in den 5. Stock musste. Die Zimmer waren auch toll. Alles da, was man braucht, sauber, nicht zu altbacken und wir hatten eine Badewanne. Das einzige, das ich richtig bemängle, ist die für mich extrem harte Matratze. Ich schlafe an und für sich gerne etwas härter, aber in Verbindung mit dem sehr fluffigen Kopfkissen ging das für mich gar nicht. Die erste Nacht habe ich so richtig beschissen geschlafen, war ständig wach und hab gehofft, dass der Wecker bald klingelt, damit ich aufstehen kann. Die zweite Nacht war dann besser, aber da war ich wahrscheinlich einfach k.o. genug. Das kurioseste an der Sache: meinen Freund, der eigentlich lieber weich schläft, hat das nicht gestört.
Aber zurück zu Freitag. Wir haben noch einen kleinen Ausflug in die Essener City gemacht. Ja. Ne.
Mich hat der Ausflug insofern glücklich gemacht, als dass ich zum ersten Mal in meinem Leben in einem Primark war. Ich werde mir die Tüte einrahmen. Und wahrscheinlich nie wieder in einen gehen. Grausam. Die Sachen sind ja schön, aber … das ist ja wie Aldi am Angebotstag bei mir zu Hause. Da macht Einkaufen doch gar keinen Spaß. Dafür war ich begeistert vom System, wie man an die Kasse gerufen wird. Ansonsten hat die City selber keinen besonders guten Eindruck bei mir hinterlassen. Zugegeben, ich bin von Städten wie Leipzig und Dresden verwöhnt, aber naja. Vielleicht sieht Essen im Sonnenlicht hübscher aus. Aber es fehlt so ein bisschen die schöne, etwas ältere Architektur, die sich hier neben modernen Gebäuden in der Innenstadt findet und dem Ganzen ein unheimlich tolles Flair verleiht. Plus: die Leute hier wirken einfach freundlicher.
Zum Abendessen waren wir wieder in unserem Hotel. Das Essen verdient fünf Sterne (nach meinen Maßstäben). Meine Spaghetti mit gebratenen Schrimps, Tomaten und tomatisiertem Rucola waren hervorragend.
Und mit Essen in Essen geht es weiter: das Frühstücksbuffet. Wahnsinn. Wer da nicht satt geworden ist, ist selber Schuld. Besonders fasziniert hat mich, dass die Marmelade und Nutella nicht in diesen kleinen Plasteschälchen daher kamen, sondern ein großes Glas mit Löffel da stand, aus dem man sich etwas abgefüllt hat. Dazu gab es alles, was das Herz begehrt: Brötchen, Körnerbrötchen, Croissants, 3-Minuten-Eier, 5-Minuten-Eier, Rührei ohne Schinken/Speck, Käse, Wurst aller Coleur, ich glaube 6 Sorten Müsli, Obstsalat, Quark, Joghurt und und und. Ich glaube, ich habe schon lange nicht mehr so zugeschlagen beim Frühstück (okay, sollte ja auch den ganzen Tag vorhalten, da es erst zum Abendbrot wieder eine „richtige“ Mahlzeit geben sollte). Interessant zu sehen war beim Frühstück auch, dass in unserem Hotel einige Leute Unterschlupf gefunden hatten, die man definitiv an einem Messestand wiedertreffen würde (Sonntag bin ich fast in den Typen von der Spieleoffensive reingelaufen).
Da es des Nachts geregnet hatte, nahmen wir dieses Mal den etwas kürzeren Weg an der Straße entlang zur Messe. Wir waren kurz bevor die Hallen geöffnet wurden da und es war schon proppevoll. Als man dann in der Halle war, hatte man das Gefühl, dass alle Spieletische von Anfang an besetzt waren. An einem fanden wir doch Platz und haben eine (nicht ganz regelkonforme) Partie „Word on the Street“ gespielt. Meine Eltern hatten vorher schon von diesem Spiel gehört und da haben wir es natürlich ausprobiert. Irgendwo haben wir meine Eltern dann verloren. Das war auch sehr amüsant. Besonders, weil das dann nochmal passiert ist, nachdem wir uns zu unserer „Mittagspause“ (ein Hoch auf Doppelkekse) getroffen hatten und alle zusammen in eine andere Halle gegangen sind.
Was kann man jetzt zur Messe sagen? Es waren sehr viele Leute da, ich habe festgestellt, dass meine Kamera für diese Lichtverhältnisse nicht geeignet ist und dass es so viele verschiedene Brettspiele gibt, dass man es kaum glauben kann. Und natürlich hat man als Frau wieder ewig am Klo anstehen müssen, während die Herren der Schöpfung grinsend an einem vorbei liefen und einem einen schönen Tag wünschten.
Ich habe viele Spiele gesehen, die ich mir allein schon kaufen würde, weil sie so unheimlich toll aussehen. So z. B. die Collector’s supersonder Specialedition von Takenoko. Ich hab keine Ahnung, worum es in dem Spiel geht, aber sieht einfach so genial aus. Dieser Panda ist so niedlich. Ich hätte doch nach dem Preis für die Figur fragen sollen (wahrscheinlich hätte es die aber nur in Verbindung mit dem Spiel gegeben …).
Das Angry-Birds-Pentomino hatte es mir auch angetan, auch wenn ich wieder einmal festgestellt habe, dass ich mich beim Puzzlen von Pentomino-Rätseln immer ziemlich dumm anstelle. Aber ich habe nicht aufgegeben, bis ich das erste fertig hatte.
Gekauft habe ich aber weder das eine noch das andere. Ich habe mein Geld in ein Basisset und eine Erweiterung von Rory’s Story Cubes und eine Carcassonne-Eiswürfelform investiert. Somit hatte ich dann auf der Fanart-Meile kein Geld mehr, um die armen Künstler zu unterstützen. Ja! Fanart-Meile! So wie auf der LBM, nur dass sich hier nicht die Massen gedrängt haben und man sich in Ruhe die Zeichnungen anschauen und nette Unterhaltungen mit den Künstlern führen konnte. Es gab sogar ein paar verstreute, aber eher demotiviert dreinblickende, Cosplayer. Und ja, ich habe meinen Freund bei der erstbesten Gelegenheit angegrummelt, weil er mir noch sagte, dass ich kein Cosplay machen soll xD
Er hat das tapfer ertragen und war sogar ein Superschatz und hat mir „Hansa Teutonica“ und zwei schicke Würfel (aus einem entstand ein wunderschöner Kettenanhänger) gekauft. Hansa Teutonica ist auch ein bisschen so ein Fall von „Sieht gut aus, ich muss es haben!“, aber wenn schonmal meine Heimatstadt (!!!!!) auf einem Spielbrett verewigt ist? Wie kann ich da Nein sagen? Aber prinzipiell mag ich die Kategorie Spiele, zu der Hansa Teutonica gehört.
Nach gut 8 Stunden des freudigen Umherlaufens, Fotografierens und Shoppens auf der Messe machten mein Freund und ich (meine Eltern waren schon längst wieder im Hotel) uns wieder auf den Heimweg. Das Wetter war nun richtig schön, sodass wir wieder den ruhigen Waldweg nehmen konnten.
Nach einem wieder wundervollen Abendessen (Cheeseburger mit Pommes) haben wir noch je eine Runde „Hanabi“ und „Love Letter“ gespielt. Hanabi ist sehr amüsant, ein richtiges Familienspiel, das ich durchaus empfehlen kann. Bei Love Letter brauchte ich ein bisschen, um damit warm zu werden. Ich kann zwar nicht sagen, was ich genau erwartet habe, aber es war etwas anderes, als das Spiel dann war. Als ich mich damit arrangiert hatte, gefiel es mir sogar richtig gut.
Gefühlt halb tot fiel ich an dem Abend ins Bett und war dann sehr dankbar, dass mir die Zeitumstellung eine Stunde mehr Schlaf brachte.
Nach einem wieder sehr umfangreichen Frühstück, beluden wir das Auto und fuhren wieder Richtung Leipzig.
Das schlechte Wetter haben wir dabei mitgebracht. Wirklich. Ich schrieb einer Freundin ganz aufgeregt, dass ich drei Japaner via StreetPass getroffen und es regnet, woraufhin sie mir antwortete, dass in Leipzig die Sonne scheint. Und je näher wir Leipzig kamen, desto näher kamen auch die Regenwolken.
Und so schnell, wie es begonnen hatte, war das Wochenende auch schon wieder vorbei. Ich habe als krönenden Abschluss aus dem gekauften d12 einen Kettenanhänger gebastelt. Im Grunde hatte ich keinen Plan, wie ich den Draht biegen soll, aber das Ergebnis überzeugt. Ich bin verliebt in die Kette. Die Borealis-Würfel sind unheimlich schön. Und ich betone, dass ich ein Herz für den d12 habe. Meiner muss sich nicht in den Schlaf weinen!
Und damit ihr auch einen Eindruck von Essen bekommt, hier sind meine Bilder. Bis auf das Bild vom Kettenanhänger allesamt selbst geknipst und soweit wie möglich aufgehübscht. Wer bessere Bilder sehen will, sei auf die Fotos von meinem Freund verwiesen, die ihr hier findet. Lest euch unbedingt gleich unter dem ersten die Zitate zu Essen durch.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals ganz doll bei meinen Eltern bedanken, die uns dieses wundervolle Wochenende ermöglicht haben.
Ich habe euch lieb :*

Yours,
Aly <3