UFOs

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I want to believe.

Oh ja. Ich möchte glauben, dass ich es irgendwann schaffe, all diese UFOs zu sehen … äh, fertig zu bekommen. Natürlich. Unbekannte Flugobjekte sehe ich schließlich ständig: immerhin sind meine Kenntnisse in Ornithologie sehr beschränkt. Wobei man an dieser Stelle über unbekannt diskutieren kann, immerhin erkenne ich zumindest, wenn ich sich um Vögel handelt. Reden wir also lieber von unfertigen Objekten im Strickkorb.

The truth is out there.

Hand aufs Herz: Wie viele unfertige Handarbeitsprojekte liegen in eurem Wollkorb oder Nähkästchen? Bei mir sind es im Wollkorb so einige. Im Nähkästchen gerade nicht, aber ich erinnere mich noch gut an das Cocktailkleid, das bestimmt vier Jahre auf meiner Schneiderpuppe hing bevor ich es tatsächlich fertig genäht habe (prinzipiell fehlten nur die Ärmel und der Reißverschluss).
Gründe (oder sollte ich eher sagen Ausreden) gibt es genug: Jetzt ist aber Sommer, da brauche ich den dicken Schal nicht. Jetzt ist Winter, wozu das Lace-Top weiter stricken? Hmm, da ist plötzlich ein Baby im Freundeskreis im Anmarsch, da muss ich was machen. Ach, ich hab grad keine Lust auf das Tuch.
Letzteres ist zumindest ehrlich. Besagtes Tuch habe ich im Juli angefangen. Ich war in der Stadt unterwegs und im Bastelladen habe ich ein wunderschönes Dreieckstuch gesehen, ganz einfach gestrickt mit Variationen rechter und linker Maschen, nichts aufwendiges. Da ich (mehr oder weniger erfolgreich) daran arbeite, meinen Wollvorrat zu dezimieren, beschloss ich ein solches Tuch zu stricken. Und da ich weiterhin zu geizig war, das Heft mit der Anleitung für das Tuch zu kaufen, setzte ich mich daheim hin, machte eine Skizze, stellte tolle, hochmathematische Berechnungen an und suchte mir hübsche Muster aus. Alles auf einem Stück Papier, bunt und sehr verständlich und anschließend begann ich mit dem Stricken.
Es kam, wie es kommen musste: Das Tuch landete in meinem Wollkorb für aktuelle Strickprojekte und dort blieb es die nächsten viereinhalb Monate.
Als ich es vor einer guten Woche wieder aus dem Korb zog um daran weiterzuarbeiten, stellte ich fest, dass ich keine Ahnung mehr hatte, was für ein Muster ich zuletzt gestrickt hatte. Das tolle, bunte Stück Papier mit meiner Skizze, den Berechnungen und meinen verständlichen Notizen nützte mir gar nichts mehr. Da stand Hebemaschenmuster. Davon gibt es viele. Sehr viele. Und keines, das die Google-Suche ausspuckte, sah auch nur annähernd so aus wie meins.
Ich habe zu dem Zeitpunkt tatsächlich mit dem Gedanken gespielt, das ganze Tuch aufzuribbeln und irgendetwas neues, anderes mit der Wolle zu machen. Stattdessen habe ich aber mit einigen Suchergebnissen experimentiert und habe tatsächlich herausfinden können, was ich da vor vier Monaten gemacht habe. Ein sehr simples Muster mit Hebemaschen.
Das Tuch ist zwar noch weit entfernt davon, fertig zu sein, aber immerhin bin ich diesem Ziel schon gutes Stück näher gekommen. Und ich habe etwas daraus gelernt:
Bessere, eindeutige Notizen machen.
Nicht so geizig sein und Anleitungshefte kaufen.
Projekte einfach mal fertig stricken bevor man ein neues anfängt!
Diese Erkenntnis könnte schon glatt als guter Vorsatz für das kommende Jahr durchgehen.

Yours, Aly <3 P.S. Ja, ich bin tatsächlich ein großer Fan von Akte X, das waren nicht nur leere Wort.

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