Infinite Loop


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knopf_band
Jedem, der schon einmal programmiert hat, dürfte sie gut bekannt sein: die Endlosschleife (engl. infinite loop). Der Algorithmus läuft und läuft und es kommt nichts Gescheites dabei heraus. Zuweilen passiert das auch außerhalb von Programmierumgebungen. Beim Stricken von einem dieser hochmodernen Loops für die *hust* kalten *hust* Tage.
Ja, jetzt weiß ich, wie sich der Computer fühlt, wenn er immer wieder ergebnislos dasselbe machen muss.


Dabei hatte alles so schön angefangen.
Gegen Ende September begann das Projekt Loop damit, dass sich die Mama meines Freundes einen zu Weihnachten von mir wünschte. Ich hatte bereits ein Muster im Kopf, das ich nehmen wollte, und wühlte mich mit ihr durch Wollbeispiele, um etwas passendes zu finden. Mitte November habe ich die Wolle bestellt und Ende November mit dem Stricken begonnen. Genügend Zeit also, um bis zum Stichtag fertig zu werden.
Viele, viele Maschen mussten für den Loop im Fischgrätmuster angeschlagen werden, da er in Runden gestrickt werden sollte (gut für mich, ich finde Strickstücke zusammennähen furchtbar xD). Nach etwa fünf Runden stellte sich heraus, dass sich irgendwo etwas verdreht hatte (obwohl ich so gut aufgepasst hatte) und ich musste von vorne anfangen. Nicht weiter schlimm, auch bei etwa 250 Maschen sind fünf Runden noch nicht die Welt.
Beim zweiten Durchlauf war nichts verdreht und ich habe fröhlich einen 30 cm breiten Loop gestrickt. Mit viel Pufferzeit war ich vor gut einer Woche dann fertig, kettete die Maschen ab und probierte das gute Stück an. Wie es Endlosschleifen so ansich haben, produzieren sie zwar mitunter Ergebnisse, aber diese kann man nicht nutzen. Und genau so war es auch mit dem Loop. Zu weit, um ihn ungewickelt zu tragen; zu eng, um ihn gewickelt zu tragen. In dem Moment hätte ich kotzen können.
Mir blieben jetzt also noch gute drei Tage, um den Loop komplett neu zu machen, da ich über Weihnachten immer in die Heimat fahre. Naja, Zähne knirschend habe ich alles (immerhin fünfeinhalb Knäuel hatte ich verstrickt) wieder aufgetrennt, per Hand zu schicken Knäuel gewickelt, die Maschenzahl neu berechnet und von vorne angefangen.
Beim dritten Durchlauf hatte sich dann wieder etwas verdreht.
Beim vierten Durchlauf war ich einfach unzufrieden und entschied mich in der Hoffnung, dieser verflixten Endlosschleife zu entkommen, dazu, den Algorithmus zu ändern.
Im letzten Jahr bekam die Mama meines Freundes von mir Handschuhe mit Smokmuster und ich dachte mir, dass es ja auch eine ganz nette Idee wäre, einen passenden Loop dazu zu machen.
Und genau das war die Änderung, die nötig war, um aus der Endlosschleife ein funktionierendes Programm zu machen. Natürlich bin ich nicht zum Stichtag fertig geworden, aber wozu gibt es die Post? Gestern ist das gute Stück auf die Reise gegangen und kommt hoffentlich pünktlich zum Fest an. Der Geschenkkarton wartet jedenfalls schon auf seinen Inhalt.
Die Anleitung, die ich jetzt verwendet habe, findet ihr als kostenlosen Download bei Makerist (Benutzerkonto erforderlich): Schneewittchen Loop. Ich habe den Loop mit Drops Alaska in dunkelgrau geastrickt.


Mit dem Endergebnis bin ich jetzt sehr zufrieden. Ich hoffe, er wird der zukünftigen Trägerin auch so gut gefallen.

Yours, Aly <3

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