Gemeinsam lesen #46

BücherEinen wunderschönen guten Abend, meine lieben Lesemäuse!
Selection ist ausgelesen und heute kommt ein neues und dennoch altes Buch. Ich habe es vor einiger Zeit schon einmal gelesen und beim letzten Bibliotheksbesuch lachte es mich aus dem Regal an, sodass ich nicht widerstehen konnte.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Sally Nicholls: Wie man unsterblich wird, S. 89

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Gestern war ich wieder bei Felix, wir wollten den Nachmittag zusammen verbringen. (S. 89)

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Das Buch ist unheimlich toll und unheimlich traurig zugleich. Bei wahrscheinlich keinem anderen musste ich mir so oft ein paar Tränchen aus den Augen wischen.
Das Buch ist Sams Buch, Sams Geschichte. Er ist 11 Jahre, hat Leukämie und „wenn du das hier liest, [ist er] vermutlich tot“ (S. 12).
Das allein ist schon Grund genug zum Weinen. Die Art, wie Sam mit seiner Krankheit umgeht, wie er sich auf kreative Weise und mit Hilfe seines Freundes Felix kleine Wünsche erfüllt, ist ergreifend aber trotzdem nicht überzogen erzählt.

4. Was macht für euch eine gute Rezension aus? Was darf in keiner Rezension fehlen und was sollte auf keinen Fall rein?
Egal, in welcher Buchkategorie: Was auf keinen Fall fehlen sollte, ist eine ehrliche, begründete eigene Meinung. Deswegen lese ich ja eine Rezension. Ich möchte die Meinung von jemand anderem über eine Sache hören und dazu gehört auch Kritik. Es wirkt auf mich unglaubwürdig, wenn jemand ein Buch nach dem anderen nur über den grünen Klee lobt. Ich will natürlich nicht, dass man zwanghaft etwas schlechtes sucht, aber wie gesagt, so viele perfekte Bücher hintereinander kann man gar nicht lesen.
In der Belletristik finde ich es immer schön, wenn der sprachliche Stil Erwähnung findet, gerne auch mit treffenden Beispielen. Spoiler sind so eine Sache. Ich habe nicht zwingend etwas dagegen, finde aber, dass es auf jeden Fall explizit angekündigt werden muss, damit man nicht einfach so drüber stolpert. Das geht für mich gar nicht. Manchmal lassen sich Spoiler nicht vermeiden, wenn man seine Meinung ordentlich darlegen will (das ging mir auch schon so), aber dann möchte ich, dass am Anfang darauf hin gewiesen wird. So habe ich die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, ob ich etwas verraten bekommen will oder nicht.
Bei Fach- oder Sachbüchern finde ich es wichtig, das auf den Punkt Verständlichkeit eingegangen wird. Hier kann es mitunter wichtig sein, ob das Buch auch für absolute Anfänger geeignet ist oder ob man schon einige Kenntnisse mitbringen sollte. Speziell bei Handarbeitsbüchern interessiert mich auch immer die Aufmachung: Sind die Fotos ansprechend (es gibt welche mit furchtbar hässlichen Bildern)? Sind die Anleitungen übersichtlich?

Was gehört für euch in die perfekte Rezension? Was ist ein absolutes No-Go? Lest ihr gerne Rezensionen?

Yours, Aly <3 Ihr findet die Links aller, die gemeinsam lesen bei Schlunzenbücher.

Bild: RLHyde via flickr (Hooray for Creative Commons!)

9 Gedanken zu „Gemeinsam lesen #46

  1. Huhu!

    Das klingt nach einem sehr bewegenden Buch. Für solche Bücher muss ich immer in der richtigen Verfassung sein, sonst ziehen sie mich einfach zu sehr runter.

    Stimmt, wenn jemand NUR glühend begeisterte Kritiken schreiben würde, würde ich allmählich in Frage stellen, ob derjenige einfach nur völlig unreflektiert liest oder keine eigene Meinung hat?

    LG,
    Mikka

    • Das Buch ist für mich wirklich sehr bewegend, aber mich zieht es nicht runter. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Autorin ungezwungen mit dem Thema umgeht und Sam ein so positiver Charakter ist.

  2. Huhu *wink*

    Ich kenne dein Buch zwar nicht, aber ich glaube, ich werde es mir gleich mal näher anschauen :) Irgendwie mag ich sowas ja…

    Rezensionen müssen natürlich die eigene Meinung enthalten (Schande über mich, als ich meinen Post heute früh geschrieben habe, habe ich genau das vergessen, hinzuschreiben, obwohl es das allerwichtigste ist. Dafür schreiben wir ja Rezis). Persönlich mag ich es, wenn die bibliografischen Angaben noch dabei stehen (Autor, Titel, Originaltitel, Verlag, Seiten, Preis, Reihenzugehörigkeit, ISBN…) und ich brauche immer einen Klappentext, wenn ich das Buch nicht kenne…
    Aber meistens lese ich Rezis zu Büchern, die ich schon kenne, die auf dem Sub liegen oder auf meiner Wuli. Da weiß ich dann auch in etwa, worum es geht…

    Liebe Grüße
    Anni-chan

  3. Huhu :)
    Da liest du ja ein Buch, mit einem wirklich traurigen Thema. Ich werde es mir mal genauer anschauen, auch wenn ich beim Lesen bestimmt auch das ein oder andere Tränchen verdrücken müsste.
    Die eigene Meinung gehört für mich natürlich auch zu einer Rezi. Ein runterrattern des Inhaltes bringt ja keinen weiter….

    Liebe Grüße,
    Jana

  4. Hallo Aly,

    Oh je ein sehr trauriges Buch was du da gerade ließt und nicht jedermanns Sache. Wenn dann kann ich es nur im richtigen „Zustand“ lesen.

    Soweit stimme ich dir zu, allerdings finde ich, wenn ich Bücher kaufe und lese, suche ich mir ja welche nach meinem Geschmack aus und dann darf man auch, wenn es wirklich nichts zu meckern gibt, eine positive Kritik abgeben. Ich habe jetzt erst drei Bücher hintereinander gelesen, die alle volle Punktzahl bekommen haben, weil sie mich wirklich begeistern konnten.

    Natürlich habe ich auch einige die mit nicht so zusagen, aber die sind eher gering angesiedelt bei mir.

    Liebe Grüße
    Claudia von Bücherjunky

    • Hihi, na klar darf man viele positive Rezensionen schreiben :D Ich bin jemand, der sich nicht so wahnsinnig viel über ein Buch informiert bevor er es liest, sondern eher so: Hey, interessantes Cover! oder Interessanter Titel! – Ich les es mal. Da kann man doch schon ganz schön daneben greifen. Es ist auch eher so gemeint, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand nur perfekte Bücher liest und bei manchen Blogs, über die ich mal gestolpert bin, hatte ich das Gefühl, dass einfach alles durchweg positiv bewertet worden ist.

  5. Huhu :)
    Dein Buch klingt traurig, aber auch echt schön. Wäre vermutlich auch ein Buch für mich.

    Was die Rezis angeht, haben wir da sehr ähnliche Meinungen. Mit Gefälligkeitsrezis bzw. welchen, die immer nur loben kann ich auch nichts anfangen. Du merkst ja irgendwann, dass man da einfach nur dem Verlag oder dem Autoren gefallen möchte.

    Liebe Grüße
    Miriam

  6. Hi Aly, dieses Buch ist mir vorher noch nie begegnet, deshalb bin ich froh, dass du es hier vorgestellt hast. Das könnte genau nach meinem Geschmack sein und ist erst mal auf der Wunschliste gelandet.

    Ausschließlich rein positive Rezensionen machen mich auch misstrauisch, muss ich zugeben. Vielleicht passiert es mal, dass man wirklich ein paar richtig gute Bücher hintereinander liest. Oder manche schreiben vielleicht nur über Bücher, die sie gut fanden, weil sie keine Lust auf negative Rezensionen haben. Wer weiß. Wenn aber alles gut begründet wird, macht es das auf jeden Fall glaubwürdiger.

    Schöne Grüße, Cindy

  7. Pingback: Disney-Challenge Mai/Juni | alyceen.

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