Gemeinsam lesen #44

BücherGuten Morgen, meine lieben Lesemäuse. Wie war euer Wochenende? Meins war sehr schön. Meine Eltern waren zu Besuch und wir haben ein paar tolle Tage zusammen verbracht.
Diese Woche habe ich die Montagsfrage ausgelassen. Ich bin zwar eine kleine Labertasche, aber die Antwort zu der Frage hätte ich dann doch nicht zu einem Beitrag, der mich zufriedenstellt, auswalzen können. Von daher geht die Woche bei mir also heute mit Gemeinsam lesen los.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Wolfgang Herrndorf: Arbeit und Struktur, S. 46
Terry Pratchett: Moving Pictures, Pos. 562

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Das Wesen der Zeit mag unerfindlich sein, und was ich über Präsentismus, Blockzeit und Possibilismus auf Wikipedia nachlesen kann, verstehe ich bestenfalls als Konzept. (S. 46)

„Evening, lad. Want to get a nice hot sausage down you?“ (Pos. 562)

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Arbeit und Struktur: Haach, ich weiß einfach noch nicht so genau, was ich damit machen soll. Das Buch ist sprachlich toll, aber.
Ich finde den Hintergrund, vor dem man das Buch liest, so wahnsinnig deprimierend, dass ich eigentlich keine Lust darauf habe. Ich bin da zu nah am Wasser gebaut. Es ist furchtbar, das Ende zu kennen und zu wissen, dass es nicht gut sein wird. So wie bei Final Fantasy VII: Crisis Core, was dahingehend das schlimmste Spiel war, das ich je gespielt habe.
Auf der anderen Seite bin ich in höchstem Maße an dem Buch interessiert.

Moving Pictures: Ach ja, Mustrum Ridcully und seine Armbrust. Mehr fällt mir dazu gerade nicht ein. Oder doch: Ich habe lange keinen Scheibenweltroman mehr gelesen, in dem Treibe-mich-selbst-in-den-Ruin Schnapper vorkam. Erinnert mich an die Silvesterparty (haha), zu der ich als weibliche Schnapper-Version gegangen bin und den übrigen Gästen Drachenfeuerschutzsalbe und ähnliches verkaufen wollte. Passte gut zu dem zwielichtigen Gebrauchtwagenhändler, den ein anderer Gast gemimt hat.

4. Was tust du gegen eine richtige Leseflaute? Hast du irgendwelche Tricks, diese zu überwinden oder zwingst du dich sogar zum Lesen?
Im privaten Bereich mache ich prinzipiell nichts dagegen. Ich sage mir zwar schon, dass ich jetzt eigentlich lesen müsste, aber wenn man genauer darüber nachdenkt, ist das Quatsch. Es gibt keinen Grund, mich privaterweise zum Lesen zu zwingen, denn ich will ja Spaß dabei haben. Wenn mir dann nicht danach ist, ist das eben so. Da kann es durchaus passieren, dass ich eine Woche lang gar nicht lese.
Da mein größtes Hobby die Handarbeit ist und das schwerlich mit Lesen kombiniert werden kann, kommt es durchaus häufiger vor, dass ich statt zu einem Buch zu einem Paar Stricknadeln greife. Allerdings ist das für mich keine Leseflaute, da ich in diesem Fall die Leseunlust nicht als negativ empfinde. Anders, als wenn einen die nicht gelesenen Bücher hämisch angrinsen und man sich einfach zu keinem davon durchringen kann.

Und ihr? Nehmt ihr Leseflauten auch eher gelassen hin oder setzt ihr euch aktiv zur Wehr?

Ihr findet diese Woche die Links aller, die gemeinsam lesen bei Aleshanee.

Yours, Aly <3

Bild: RLHyde via flickr (Hooray for Creative Commons!)

10 Gedanken zu „Gemeinsam lesen #44

  1. Stimmt. Häkeln oder Stricken wirkt sich bei mir auch immer negativ auf die Lesestatistik aus. Geht eben nicht gleichzeitig. :-D Höchstens, wenn man Hörbücher konsumiert.

  2. Hi Aly,

    ich kenne nur das Buch von Terry Prachtechtt, das allerdings hab ich auf deutsch gelesen. Das andere kenn ich nicht mal vom sehen her. ;)

    Ich bin der selben Meinung wie du. Zwang bei einer Leseflaute ist Gift und es soll wirklich Spass machen. Aber bei mir ist es grade andersrum, stricken ist etwas das ich zwar gerne mache aber mehr mal so zwischendurch *gg*

    Liebe Grüsse
    Alexandra und bis zum nächsten mal!

  3. Huhu :)
    Ach, ich nehme kleinere Leseflaute auch eher gelassen hin. Eine große hatte ich zum Glück noch nie. Zum Lesen zwingen würde ich mich auch nicht. Das wäre irgendwie kontraproduktiv.
    Da wende ich mich tatsächlich auch anderem zu, wie beispielsweise Serien, zocken oder auch häkeln. Denn ich bin da auch so eine Handarbeitstante. ;)

    Liebe Grüße
    Miriam

  4. Hallo Aly! :)

    „Tschick“ ist das Buch, das ich unbedingt noch von Wolfgang Herrndorf lesen möchte. „Arbeit und Struktur“ kommt mir zwar auch vage vom Titel her bekannt vor, habe mich aber noch nicht näher damit befasst. Mich machen vor allem die vielen positiven Kritiken auf Amazon neugierig darauf. Der Klappentext klingt auch nicht uninteressant, dafür aber auch anspruchsvoller, aber das ist mir nur recht. Ich kann ja nicht immer nur seichteste Literatur lesen … ;-P

    Also ich glaube, ich kenne diese Art der Leseflauten, von der heute die Rede sind, gar nicht. Ich kenne es nur, dass ich mal für einen Abend lieber dieses oder jenes oder mal lieber einen Film im Fernsehen sehen will, aber diese richtige Lese-Unlust, das kenne ich gar nicht. Gott sei Dank, oder?^^

    Alles Liebe ♥

  5. „Arbeit und Struktur“ reizt mich sehr – ich habe da nur mal reingelesen, fand das aber schon sehr interessant. Ja – deprimierend ist es, aber ich habe auch großen Respekt vor Wolfgang Herrndorf.
    Für mich ist eine Leseflaute, zwar Lust auf Lesen zu haben, aber irgendwie in keine richtige Geschichte reinzukommen. Mir hilft dann meist ein Buch eines Lieblingsautors oder aber ein Buch aus meinem Liebelingsgenre.
    LG Sabine

  6. Hey :)

    Von den Büchern von Terry Pratchet hört man ja immer so viel Gutes aber ich kann mich einfach nicht dafür begeistern, ich bin ja eh schon nicht so der Highfantasyleser und ich glaube das wäre mir einfach zu abgedreht XD

    Die Leseflaute mit einem anderen tollen Hobby zu bekämpfen klingt auch nach einer guten Strategie ;)

    liebe Grüße, Mikki

  7. Huhu!

    Ich liebe „Moving Pictures“, das ist einer meines liebsten Scheibenwelt-Romane. :-) Ich habe die meisten Bücher nur auf Englisch gelesen, und ich stelle mir vor, dass der Übersetzer da echt einen schweren Job hatte… Die Sprache und die Namen sind ja doch sehr speziell! Aber Cut-Me-Own-Throat Dibbler finde ich als Treibe-mich-selbst-in-den-Ruin Schnapper passend übersetzt. :-)

    Ich sehe eigentlich auch keinen Grund dazu, mich bei Leseflauten zum Lesen zu zwingen – außer, hier liegen noch Leseexemplare, dann fühle ich mich doch irgendwie verpflichtet, da nicht zu lange mit der Rezension zu brauchen.

    LG,
    Mikka

  8. Huhu :)
    Entschuldige die späte Antwort, die Grippe hat mich im Bett gehalten :/

    Ich kenne leider keines deiner beiden Bücher.
    Ich wollte mich nur für deine Tipps bedanken – die werde ich nächstes mal auf jeden Fall ausprobieren! :)

    Liebe Grüße,
    Jana

  9. Morgen :)

    Ich nehme Leseflauten auch eher gelassen. Ich finde, dass es am Wichtigsten ist, dass man selbst auch Lust zum Lesen hat und sich nicht extra dazu zwingen muss. Manchmal gibt es im Leben Phasen, in denen man bspw. stressbedingt nicht zum Lesen kommt, aber die gehen auch wieder vorbei. Handarbeit finde ich auch ein schönes Hobby.:) Und naja, man kann ja auch Bücher zum Thema Handarbeit lesen.:)

    Dir einen guten Start in die neue Woche!:)

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