Gemeinsam lesen #6

Bücher
Diese Woche kommt mein Beitrag zu Gemeinsam lesen pünktlich.
Ich mag das Buch bis jetzt ganz gerne, wobei ich mir noch kein vorschnelles Urteil erlauben will. Vielleicht ist am Ende alles ganz anders. Die Romane von Philip K. Dick scheinen zum Schluss etwas schwer verständlich zu werden, wenn ich meinen Quellen Glauben schenken kann. Aber es liest sich auf jeden Fall schonmal besser als Blade Runner.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Philip K. Dick: Das Orakel vom Berge, S. 142

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Das stimmt“, plichteten Paul und Betty ihm bei.
„Doktor Goebbels hat auch reizende Kinder und eine nette Frau“, fuhr Childan fort. „Wirklich großartige Menschen.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Es ist eigenartig, nette Worte über die Größen des Nationalsozialismus zu lesen. Aber das Buch setzt als Rahmen, dass die Nazis und Japaner siegreich waren.
Es gibt in dem Buch einen Autor, der ein Buch geschrieben hat, das ausmalt, was wäre, wenn die Alliierten den Krieg gewonnen hätten. Ich frage mich, welche Rolle das noch spielen wird. Und was bei dem Buch überhaupt am Ende kommt. Ich habe von fast allen, die einen Roman von Dick gelesen haben, gehört, dass sie ihn bis zu einem bestimmten Punkt verstanden haben (oder es zumindest glaubten) und dann irgendwann den Faden verloren.
Und zu guter Letzt noch mein bisheriges Lieblingszitat:

Die Nazis haben keinen Sinn für Humor, was sollen sie da mit Fernsehen anfangen? (S. 102)

4. Welches ist dein absolutes Sommerbuch dieses Jahr? Welches Buch muss ich unbedingt diesen Sommer lesen?
Ich habe kein Sommerbuch des Jahres. Ich habe lediglich mein Weihnachtsbuch, dass ich jedes Jahr zur Adventszeit lese.
Sommerbuch impliziert schon fast eine dumme, romantische Komödie mit Sand und Strand und keine Ahnung und ich habe nicht viel übrig für solcherlei Bücher. (ja, ich habe Vorurteile, aber das ist neben Krimis das, was im Buchladen auf dem Tisch mit der Aufschrift Sommerbuch liegt.) Ab und an verirrt sich mal eins in meine Hände (Marke: Hey, die Autorin hat den gleichen Vornamen wie ich!), aber naja.
Außerdem finde ich nicht, dass es spezielle Sommerbücher überhaupt gibt. Man könnte jetzt mit mir diskutieren, dass es sowas für Weihnachten auch nicht gibt, aber ganz ehrlich: Schweinsgalopp von Terry Pratchett oder Dickens‘ Weihnachtsgeschichte wirken in der Weihnachtszeit einfach anders.
Eine Empfehlung habe ich trotzdem:
Die Selbstmord-Schwestern von Jeffrey Eugenides, auch wenn es ein furchtbar deprimierendes Buch ist. Es ist das Buch, das mich dieses Jahr bisher am meisten beeindruckt hat.
Wenn es eher in Richtung „irgendwas mit Sommer“ gehen soll, empfehle ich Tschick. Immerhin geht es da um das Abenteuer eines Sommers.

Wie seht ihr das mit den Sommerbüchern?
Habt ihr ein Sommerbuch?
Welches sollte ich diesen Sommer unbedingt noch lesen?

Yours, Aly <3

Bild: RLHyde via flickr (Hooray for Creative Commons!)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.