Rory Gilmore Lesechallenge #2

roryNachdem ich gestern kurz die Idee umrissen habe, geht es heute ans Eingemachte. Die deutsche sowie englische Liste hatte ich bereits verlinkt und nun geht es zu meiner Modifikation der deutschen Liste und wie ich diesen schier unüberwindbaren Bücherberg in Angriff nehmen werde. Ich bin radikal vorgegangen und ich habe eine (nicht nur) unter Informatikern beliebte Strategie hervorgekramt.

Auf der deutschen Liste stehen noch 330 Bücher, von denen einige anscheinend (ich vertraue da jetzt auf die Erstellerin der Liste) nicht ihren Weg ins Deutsche gefunden haben. In einem ersten Schritt habe ich alle diese Bücher ebenfalls aus der Liste entfernt. Das habe ich deswegen gemacht, weil es meiner Meinung nach sicherlich Gründe gibt, warum diese Bücher nicht übersetzt wurden. Was mich auch gleich zu meinem zweiten Grund bringt: Es könnte sich unter Umständen als schwierig erweisen, an ein solches Buch heranzukommen. Ich habe spaßeshalber das erste Buch der Liste, das nicht übersetzt wurde, bei Amazon gesucht und der Preis zieht einem die Schuhe aus. Lassen wir das also.
Im zweiten Schritt meiner Kürzungswut bin ich die Liste durchgegangen und habe die Sachen gestrichen, die mich absolut nicht interessieren. 7
Von Michael Moore z.B. habe ich, als er massentauglich wurde, zwei Bücher gelesen und der ist ein bisschen so wie Dan Brown: Kennste einen, kennste alle. Damals hat Michael Moore gepasst; ich glaube, jetzt bin ich aus dem Alter raus. Die flogen also raus, ebenso wie irgendwas von Nietzsche, dass ich sicherlich in deutscher Übersetzung hätte zusammentragen können. Der Grund dafür ist einfach: Ich bin nicht Rory. Ich habe einfach andere Interessen. Und die Bücher, die ich aus Desinteresse gestrichen habe, waren nicht so zahlreich.
Am Ende bin ich bei 273 Büchern gelandet und das ist immer noch eine ganze Menge. Da können die Kritiker jetzt so viel kritisieren, wie sie wollen.
Und wie geht man jetzt am besten an die Sache ran?
Bevor es an Details wie Reihenfolge oder ähnliches geht, schreit der Informatiker erstmal „Divide and conquer!“ und partitioniert den Haufen (Stapel würde streng genommen schon eine Abarbeitungsreihenfolge vorgeben) in kleine Haufen, indem er z.B. den Haufen zunächst halbiert. Im nächsten Schritt werden die halben Haufen wieder halbiert. Das Ganze dann nochmal halbieren usw., so lange, bis man eine angenehme Verarbeitungsgröße erreicht hat. Macht man das bei den 273 Büchern sechsmal, kommt man (abgerundet) vier Bücher pro Haufen. Wie genial! Das war doch in etwa das Pensum, das Rory in einem Monat geschafft haben muss! Die nehmen wir also.
Aber wie nun die Bücher genau auf die Viererhaufen verteilen?
Nun, darüber mache ich mir für den zweiten Haufen Gedanken, der erste war nämlich einfach.
Und das ist der Haufen, den ich als erstes lesen will:

  • Abbitte von Ian MacEwan, weil ich erst vor kurzem überlegt habe, den Film zu gucken und es noch nicht getan habe
  • Die Selbstmord-Schwestern von Jeffrey Eugenides, weil ich das aufgrund einer Empfehlung meines Freundes bereits im Regal liegen
    habe
  • Das Glücksrad von Dawn Powell, weil ich das vor einiger Zeit, inspiriert durch Rory, schonmal aus der Bibliothek ausgeliehen hatte, aber nicht dazu gekommen bin, es zu lesen
  • Ilias von Homer, weil ich es wohl wirklich langsam mal lesen sollte, immerhin steht es seit Jahren in meinem Regal

Bis zum Juli wird der Haufen wohl noch warten müssen, denn erstmal muss ich Sand und Eine kurze Geschichte der Zeit lesen, die müssen nämlich zurück in die Bibliothek. Aber der Plan ist gefasst, durchdacht und aus meiner Sicht gar nicht mal so schlecht.

Kritik an meinen Streichungen aus der Liste?

Yours, Aly <3

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Pia via zeilenblicke

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