LBM’14 – Exposition

Vor gut zwei Wochen wurde es langsam ernst: Die Buchmesse 2014 rückte langsam in greifbare Nähe und für das Kostüm war noch nicht mehr getan, als die Silikonform für die Edelsteine.
Aber im Grunde ist es typisch für mich, erst kurz vor knapp mit dem Nähen anzufangen. Ich glaube, ich habe bei keinem meiner drei Kostüme viel mehr als zwei Wochen vor der Messe damit angefangen. Genug Zeit also und kein Grund zur Panik.


Schritt 1: Schnittmuster sichten und etwas passendes heraussuchen
Da ich immer noch nicht so firm bei der Schnittmusterkonstruktion bin, habe ich meine alten Burdas durchforstet.
Das Cape war einfach. Da hatte ich nur ein Schnittmuster aus einer Burda Easy.
Zum Kleid. Natürlich findet man selten etwas, das ohne Änderungen passt. Die Charaktere, die man cosplayen will, tragen ja in den seltensten Fällen Alltagskleidung. Verständlich. Dann wäre cosplayen ja nur halb so toll.

Aber mit diesem Kleid hatte ich einen Schnitt gefunden, der eine in meinen Augen perfekte Basis bot. Nur ein paar kleine Änderungen im Rockbereich und es könnte perfekt werden. Da ich ein kleines bisschen bequem war, habe ich den Schnitt noch als Download gekauft. Man könnte jetzt argumentieren, dass ich wahrscheinlich mehr Zeit zum Zusammenkleben des Schnittbogens gebraucht habe, als ich für das Abpausen hätte aufwenden müssen, aber so konnte ich zumindest nicht so leicht durcheinander kommen bei den verschiedenen Größen. Plus: Wenn ich durch etwaige Änderungen das ein oder andere Teil noch mal als Schnittteil bräuchte, müsste ich es nicht nochmal abpausen (ich habe das tatsächlich machen müssen und war sehr froh, dass ich einfach die entsprechenden Seiten nochmal ausdrucken konnte).

Schritt 2: Probestücke nähen
Vor zwei Wochen habe ich zunächst nur abends aus einer Laune heraus noch schnell das Probestück für das Cape genäht. Im Grunde perfekt. Ich habe mir nur Sorgen um die Schulternähte gemacht. Ich wollte das Cape füttern, sodass es auch ein bisschen warm hält.
Vor dem Probestück fürs Kleid kamen dann erstmal die Edelsteine.
Ich denke, die Details zum Gießharz muss ich nicht noch einmal vor euch ausbreiten. Es stinkt und das sollte reichen. Die Ausgestaltung mit tonnenweise Nagellack machte die Gaskammersituation in meinem Wohnzimmer nicht gerade besser.
Dann kam das Probestück für das Kleid.
Neben kleineren … nun ja … geistigen Aussetzern meinerseits beim Zusammennähen, lief alles glatt. Bis zum Reißverschluss. Die mögen mich nicht. Kurz um, nach vielem Hin und Her und einigem Zerren war der Reißverschluss hinüber. Immerhin reichte es zu einer Anprobe.
Nur ein paar kleine Änderungen am Rock und den oberen Teil ein bisschen weiter machen und es würde perfekt.
Aber dazu später mehr.
Ein gutes Drama braucht mehr Zeit. Und auch wenn es schon kurz vor knapp war, es blieb genug Zeit.

Yours, Aly <3

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