Adventskalender

Eine Woche ist es nun bereits her, dass wir das erste Türchen unseres Adventskalenders öffnen durften.
Vor gut zwei Wochen startete in meiner Lieblingscommunity ein Adventskalender-Gewinnspiel (hierbei handelt es sich um ein Gewinnspiel, dessen Preis ein Adventskalender war). Alles gut soweit. Unabhängig von besagtem Gewinnspiel, d.h. in einem separaten Beitrag, fragte unsere Communityoberin Cosma ihre Jünger – passend zur Adventszeit – was sie denn so für Adventskalender haben, ob sie welche verschenken usw. .
Dies nahmen genügend Jünger zum Anlass, rumzuheulen, dass sie doch sooooo gerne den bereits erwähnten Kalender aus dem Kalender-Gewinnspiel gewinnen würde, weil sie nicht genug Geld haben, ordentliche Adventskalender zu basteln (oder ähnliche Gründe). Buhu.
Dies wiederum nehme ich nun zum Anlass, euch zu zeigen, dass man auch mit wenig (bis gar keinem) Geld einen wunderschönen Adventskalender zaubern kann.
Ich erinnere mich noch daran, dass ich früher immer von der Sparkasse einen Bilderadventskalender hatte. Hinter jedem Türchen war dort nichts weiter als ein kleines Bildchen. Das war toll. Da ich noch ein Geburtstagsgeschenk brauchte (was soll man schon Leuten schenken, die eigentlich alles haben?), entschied ich mich, selbst so einen Kalender zu gestalten.Alles, was man dafür benötigt, sind zwei Blatt Papier (völlig egal, was; nur transparent sollte es nicht sein und wenn man drauf malen kann ist es auch nicht verkehrt), Stifte (ob bunt oder nicht ist wohl Geschmackssache), Kleber und einen schmalen Cutter. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass jeder irgend eine Art Stifte (z.B. Buntstifte) und zumindest weißes Papier zu Hause hat. Ein Klebestift findet sich meistens auch noch irgendwo. Falls nicht, bekommt man alles in ausreichender Qualität zusammen für einen geringen Betrag bei Pfennigpfeiffer oder MäcGeiz (plus: es ist eine Anschaffung, die sich auf Weite Sicht lohnt, da man immer mal wieder Papier oder Stift oder Kleber gebrauchen kann). Wie es mit Preisen für schmalere Cutter aussieht, weiß ich jetzt nicht so genau, aber „normale“ gibt es für €1,- im Baumarkt. Mit denen geht es auch, man muss dann nur ein bisschen vorsichtiger sein.
Alles, was jetzt noch fehlt, ist ein bisschen Kreativität. Auf das eine Blatt Papier malt man ein nettes Weihnachts- oder Wintermotiv. Auf dem Motiv zeichnet man dann die Türchen ein. Nur die Türchen paust man auf das zweite Blatt Papier durch und malt in jedes Türchen ein kleines, neckisches Bild (oder schreibt ein Sprüchlein hinein, oder man macht einen π-Kalender, bei dem hinter jedem Türchen eine Nachkommastelle der schönsten Zahl der Welt steht). Weihnachtstrümpfe, Engel, Kerzen, Kugeln, Schneemänner, Rentiere und all die anderen kleinen Dinge, die man mit Weihnachten verbindet. Natürlich kann man auch einen thematisch nicht so weihnachtlichen Kalender gestalten. Letztlich ist das jedem selbst überlassen und kann auch von der Person abhängen, für die der Kalender ist. Ich habe mich für meinen Kalender für etwas klassisch-weihnachtliches entschieden. Das Deckblatt seht ihr oben (die Türchen poste ich jetzt natürlich nicht, vielleicht stolpert der Beschenke ja über meine Seite und ich will ihm natürlich nicht die Überraschung verderben). Bevor nun die beiden Blätter zusammengeklebt werden, müssen die Türchen noch so hergerichtet werden, dass man sich auch öffnen kann. Dazu braucht man den Cutter. Entscheidet euch, in welche Richtung das Türchen aufgehen soll und schneidet mit dem Cutter die drei entsprechenden Seiten ein. Mit Hilfe eines Lineals und eines leeren Kullis oder der stumpfen Seite einer Schere kann man die Seite, die nicht eingeschnitten wurde, vorfalzen. So kann man das Türchen leichter aufklappen.
Jetzt werden Deckblatt und Türchenblatt zusammengeklebt und fertig ist ein sehr persönlicher Adventskalender.
Für alle, die etwas mehr Geld investieren wollen, biete ich den Knallbonbon-Adventskalender.
Dafür ist Planung nötig, denn man braucht 24 leere Klopapierrollen. Ich mit meinem Einpersonenhaushalt, der gelegentlich Besuch hat, habe es locker geschafft, von Beginn des Jahres bis November genügend Rollen zusammenzubekommen. Man muss nur dran denken, die Rollen nicht wegzuwerfen und allen anderen im Haushalt Bescheid sagen, dass sie das auch nicht tun sollen.
Zum Verpacken habe ich Krepppapier in weiß, rot und grün genommen. Keine der Rollen, die ich gekauft habe, ist davon alle geworden. Ich schätze, dass man mit zwei Rollen Krepppapier hinkommt, wenn man den Kalender nicht dreifarbig haben will, so wie ich.
Weiterhin habe ich verwendet: je einen A4-Bogen Fotokarton in rot, grün und weiß, Sternensticker für die Deko, ausgedruckte Zahlen, Häuser und andere Weihnachtsornamente für die Dekoration, Transparentpapier, Bindfaden, kleine Christbaumkugeln, Kleber (viiiiiiiel Kleber), eine kleine Lichterkette (10 Birnen, batteriebetrieben) und ein Kistchen, das ich bei Lidl mitgenommen hab (ab und zu stellen die leere Bananenkisten und so hin, die man sich dann mitnehmen kann).
Und natürlich Dinge, mit denen ich den Kalender gefüllt habe. Dies liegt wiederum an euch. Mein Freund, für den ich den Kalender gebastelt habe, mag Lakritz und Gummitiere, demzufolge hat er Lakritz und Gummitiere in seinem Kalender. Fertig sah das Ganze dann so aus:
Und hier kann ich nur sagen: Der Inhalt muss nicht teuer sein. Man kann ebenso wieder kleine Bildchen malen oder nette Botschaften im Kalender unterbringen. Wenn sich der oder die Glückliche nicht über einen selbstgemachten Kalender, der offensichtlich viel Mühe gemacht hat, nicht freut und rummosert, dass das zu billig ist oder was auch immer, dann hat diese Person meiner Meinung nach keinen Kalender verdient. Es kommt schließlich nicht darauf an, wie viel Geld man für seine Lieben ausgibt. Mit Geschenken halte ich es übrigens genauso, sei es zu Weihnachten oder zu sonstigen Anlässen. Aber das ist irgendwie schon wieder ein Thema für sich.
Darüber können wir in zwei Wochen, wenn der Geschenkewahn wieder Einzug in deutsche Wohnzimmer gehalten hat, noch einmal sprechen.

Bis dahin wünsche ich euch eine besinnliche Adventszeit <3 Aly P.S. Und wehe einer kommt jetzt mit: Ich kann doch aber gar nicht malen! Vorher schickt mir lieber eine Mail und ich sende euch meinen gemalten Kalender als PDF zum Ausdrucken und zusammenkleben :P

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