Scribblenauts Unlimited

Jaja … Consistency.
Wir übergehen das jetzt mal und kommen zu Scribblenauts Unlimited!
Seid ich Scribblenauts mal auf dem iPad von meinem Freund gespielt habe, war ich ein großer Fan von Maxwell und seinem magischen Notizbuch. Dieses Jahr im Februar kam dann auf Steam der/die/das Computerrelease für Normalsterbliche ohne Obstprodukte (so wie ich). Aber zu einem Preis … mein lieber Mann (damals €27,99). Warten wir lieber auf einen passenden Steam-Deal. Der ließ zwar etwas länger auf sich warten, aber er kam und weil mein Freund der allerbeste auf der Welt ist, hat er es mir gekauft ^^

Details

Name Scribblenauts Unlimited

Preis aktuell €18,99 auf Steam

Plattformen PC (WiiU, Nintendo 3DS => bei Amazon.de noch nicht erhältlich)
Website Scribblenauts Unlimited im Netz

Systemanforderungen der PC-Variante

Minimum, entnommen der Steam-Shop-Seite des Spiels

Betriebssystem: Windows XP oder höher
Prozessor: AMD Atholon 64 X2 Dual-Core 4000+ oder besser / Intel Core 2 Duo Prozessor 2,0 GHz oder besser
Speicher: 2 GB RAM
Grafik: ATI X1800 oder besser / nVidia 7800 oder besser / Intel 4100 oder besser. 256 MB Video RAM. Shader 3.0 oder besser
DirectX®: 9.0c
Festplatte: 2 GB HD frei
Sonstiges: Breitband-Internetverbindung

Die Story

Es waren einst zwei Abenteurer, die mit einander konkurrierten. Aber insgeheim waren sie doch in einander verliebt, heirateten und bekamen viele Kinder. Sehr viele Kinder.
Die Abenteurerfamilie
Unter ihnen auch Maxwell und Lily.
Maxwell und Lily
Die beiden bekamen von ihren Eltern zwei ganz besondere Dinge geschenkt: einen magischen Globus, der es ihnen ermöglicht an beliebige Orte auf der Welt zu reisen und ein magisches Notizbuch.
Das magische Notizbuch
Welchen Gegenstand auch immer man in dieses Notizbuch schreibt, wird Realität. Maxwell und Lily nutzten das Notizbuch, um sich das Leben leicht zu machen und wurden faul. Ihre Eltern waren nicht begeistert davon und schickten die beiden hinaus in die große weite Welt, um sinnvolle Dinge zu tun. Unterwegs begegnete ihnen ein alter Mann (welch Wunder!). Er war hungrig und bat die Kinder um etwas zu essen. Maxwell zückte das Tagebuch und beginn den größten Fehler seines Lebens.
Der Sündenfall
Er gab dem Mann einen verfaulten Apfel. Die Geschwister amüsierten sich, während der arme alte Mann den Apfel aß und es kam, wie es kommen musste: Er verfluchte Lily.
Langsam sollte sie zu Stein werden – ohne, dass ihr jemand helfen könnte!
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Aber was wäre es für ein Spiel, wenn es nicht doch eine Möglichkeit gäbe. Der Onkel von Maxwell und Lily (die beiden waren ganz zufällig in der Nähe seiner Farm) weiß Rat:
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Maxwell muss gute Taten vollbringen und Starites sammeln, mit denen er Lily helfen kann.
Und so beginnt das Abenteuer …

Gameplay

Man ist nun also in der Rolle von Maxwell auf die Welt losgelassen und trifft Personen, Tiere, Pflanzen und auch Gegenstände, denen man helfen soll. Sie sagen einem mal mehr, mal weniger kryptisch, worin ihr Problem besteht und es ist an dir, es zu lösen. Dazu überlegt man, welcher Gegenstand oder welche Person vielleicht helfen könnte, zückt das Notizbuch und scribbelt seine Idee hinein. Man kann seine Schöpfung auch mit schönen, lustigen und vollkommen sinnlosen Adjektiven versehen (ich mag meinen „vanilligen“ Maxwell). Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Und wenn man Glück hat, löst man sogar das gestellte Problem. Für ein gelöstes Problem gibt es einen Starite-Splitter und, lasst mich lügen, 7 Splitter machen einen Starite.
Alle paar kompletten Starites bekommt man die Meldung, dass man genug gesammelt hat um sie zu Lily zu bringen. Hierbei schaltet man gleichzeitig neue Level frei.
In den meisten Leveln gibt es noch Mini-Level für die man einen kompletten Starite bekommt.
Und so scribbelt man sich durch die nette 2D-Comic-Welt, sammelt Starites und bringt sie zu Lily.
Das war es auch schon. Recht simpel, oder?
Unterstützt wird Maxwell dabei von seiner Starite-Vision, die einem goldig-glänzend die Problemzonen markiert und anzeigt, wie viele Splitter bzw. komplette Starites es im aktuellen Level zu holen gibt. Zusätzlich hat Maxwell einen tollen Rucksack, in den er erschaffene Objekt packen kann, um sie später schnell wiederverwenden zu können.

Außerdem gibt es einen Objekteditor, in dem man bestehende Objekte verändern und neue erschaffen kann (damit habe ichmich allerdings noch nicht näher beschäftigt).

Selbstverständlich gibt es Steam-Achievements und seit neustem auch Steam-Sammelkarten zu dem Spiel. Die Achievements sind nicht wirklich einfallsreich, aber Hand aufs Herz – das trifft auf die Mehrheit der Achievements für Spiele zu. Nichtsdestotrotz animiert mich sowas meistens, die geforderten, wenn auch zum Teil sinnlosen, Aufgaben zu erfüllen (ich sag nur sowas wie „Angle drölftausendmal“-Achievement bei Torchlight).

Meine Meinung

Insgesamt hat mir das Spiel gut gefallen. Es hat Spaß mir gemacht, herauszufinden, welche Probleme sich mit einem Raketenwerfer lösen lassen (erstaunlich viele!) und selbst die völlig obskuren – und zum Durchspielen des Spiel auch nicht nötigen, wenn ich mich nicht irre – Notizbuch-Staritesplitter habe ich gerne gesammelt. Im Menü gibt es einen Punkt Objektsplitter hinter dem sich diverse Kategorien mit Hinweisen verbergen, was man erschaffen soll um einen Splitter zu bekommen. Insgesamt gibt es 217 solcher Objektsplitter und auf die wenigstens wäre ich wohl von alleine gekommen (Hallo? Katze und Buttertoast kombinieren? An sowas denkt doch keiner …).
Ich mag die Grafik sehr, es ist alles irgendwie so liebevoll und niedlich (vor allem niedlich). Und ein vanilliger, getüpfelter Maxwell mit Flügeln ist sowieso der Renner. Man kann sogar sterben (irgendwann hatte ich es geschafft, Maxwell das Attribut sterbend aufzuhalsen … das war unlustig). Allerdings hat das keine nennenswerten Konsequenzen. Ab und an ist man eh gezwungen, ein Level zurückzusetzen, wenn man alle Splitter haben möchte, da es teilweise gegensätzliche Probleme zu lösen gilt. Das sieht in etwa so aus: Gebt dem Piraten etwas, womit er den Wikinger verscheuchen kann./gebt dem Wikinger etwas, womit er den Piraten verscheuchen kann. Das lässt sich nicht gleichzeitig erfüllen. Das ist blöd. Zumal es einem dann noch in fieser, roter Schrift in der Starite-Vision anzeigt, dass man nicht mehr alle Splitter in diesem Level sammeln kann. Manchmal passiert das auch, wenn man versehentlich eine Person mit einem Problem in einem Level umbringt. (Ja, sowas kann passieren, wenn man versucht, alle Probleme mit einem Raketenwerfer zu lösen. Oder einen Zombie erschafft. Oder Cthulhu. Oder einen Werwolf.) Aber ist alles halb so wild, man setzt einfach das Level zurück und alles ist wieder schick. Prinzipiell ja nicht verkehrt, aber irgendwie ist es auch blöd, wenn man gar nicht für seine Fehler bestraft wird. Und das in einem Spiel, das von vornherein nicht als schwierig bezeichnet werden kann.
Die Momente, in denen ich tatsächlich überlegen musste, wie ich etwas lösen könnte, kann ich an einer Hand abzählen. Da wäre es doch irgendwie hübsch, hätte man die Option, den Schwierigkeitsgrad dahingehend zu ändern, dass die Reset-Funktion ausgeschaltet ist. Oder die Hardcore-Variante: Wenn Maxwell tot ist, ist er tot und das Spiel ggf. gescheitert. Immerhin ist es nicht soooo leicht zu sterben. Außer man stellt sich dumm an und ballert mit dem Raketenwerfer an die Stahltür, welche nicht nachgibt. Oder läuft nicht schnell genug vor der Panzerabwehrgranate weg (nachdem es Gandhi nicht gab, habe ich damit versucht, den apokalyptischen Reiter Krieg zu besiegen – funktioniert nicht, auch wenn man schnell genug laufen kann; Krieg steht dann nur verstört in einer Ecke, verschwindet aber nicht).
Weitere Kritikpunkte? Oh ja. Auch wenn es nicht zu Scribblenauts Unlimited ist, der/die/das Review von Zero Punctuation bringt es irgendwie doch auf den Punkt (danke Schatz, dass du mir das gezeigt hast ^^).
Dazu kommt noch, dass der Wiederspielwert sehr gering ist und die Story auch nur Schmuck am Nachthemd.

Und ich mag es trotzdem!

Fazit

Wie gesagt, ich mag das Spiel und hatte durchaus meinen Spaß. Ich kann aber verstehen, wenn man es blöd findet, zu einfallslos oder was auch immer.
Den vollen Preis von € 18,99 ist das Spiel aus meiner Sicht nicht wert – so sehr ich es auch mag und so viel Spaß ich auch damit hatte (und auf gar keinen Fall die Konsolenpreise von € 44,99 für 3DS oder sage und schreibe € 59,99 für WiiU, wie sie Amazon momentan auslobt).

Yours, Aly <3